Tageblog 28. Juli 2016

am 28. Juli 2013 gewinnt die deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen bei der EM in Schweden den Titel

 

Welch ein Ereignis? Fußball Europameister! Was die Männer dieses Jahr gerne gehabt hätten, haben die Frauen schon 8 mal geschafft, 6 mal in Folge. Wen interessiert’s? Kaum jemanden. Frauen in Zusammenhang mit Fußball sind vor allen Dingen als Spielerfrauen und sexy Fans in den Fußballstadien interessant.
Was die Höhe der Geldprämien anbelangt, ist es wie in vielen Bereichen. Weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Die Herren haben sich mit dem Einzug in das Halbfinale 2016 jeder 100.000 € verdient, die Frauen bekamen für den Titelgewinn 2013 jede 22.500 €. Immerhin besser als das Kaffeeservice, dass die Trainerin, 1989 noch als Spielerin, für den ersten EM-Titel bekam. Von einem Werkzeugkoffer als Prämie für EM Spieler in früheren Zeiten habe ich nie etwas gelesen. Darum: Watch out for Equal Pay Day. Kritiker der Kampagne geben gerne zu bedenken, dass Frauen schlechter bezahlt werden, weil sie in Jobs mit niedrigerem Lohnniveau arbeiten, und nicht weil für die gleiche Arbeit weniger bezahlt wird. Erstens, warum ist das überhaupt so, und zweitens in diesem Fall geht es doch um gleiche Arbeit, die ungleich entlohnt wird. Die Regeln sind doch die gleichen, oder spielen die Frauen auf einem kleineren Feld oder in weniger als 90 Minuten? Klar, Augen auf bei der Berufswahl und nach wie vor gilt: Frauen und Fußball ist keine glückliche Kombination. Außer s.o. Um ein ganz aktuelles Beispiel anzuführen: Eine Frau ! wagt es 2016 bei der Fußball EM zwei Fußballspiele der Männer zu kommentieren. Das es ein Wagnis war, hat sich erst währenddessen herausgestellt. Zuviel für alle ewig Gestrigen. In den sozialen Netzwerken werden kübelweise Fäkalien, Beschimpfungen und weitaus Schlimmeres über die Kommentatorin und das ZDF ausgeschüttet. Zusammenfassend kann man sagen: Den Zuhörern war übel, die Frau gehört in die Küche und ordentlich gefickt.
Da ich aus verschiedenen Gründen weder zur Fußballspielerin noch zur Spielerfrau tauge und mich auch nicht als Pionierin auf dem Feld des weiblichen Fußballspiel – Kommentars sehe, habe ich umgesattelt. Bis in’s hohe Alter verspricht < der Rücken der Pferde das Glück dieser Erde >. Die Reiterinnen sind neben ihren Kollegen gleich hoch geschätzt. Oder liegt es doch am Outfit der Reiterinnen, das mir den Sport so attraktiv erscheinen lässt? Tailliertes Jacket und eng anliegende Hose machen schon was daher. Würden die Fußballspielerinnen auch mal die Trikotfrage überdenken, da ginge bestimmt noch was. Auch mit Akzeptanz.

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