Tageblog 30. Juli 2016

30. Juli 1955 Verbot des DFB Frauenfußballvereine oder Frauenfußballabteilungen zu gründen

Die Begründung dafür war unter anderem darin zu finden:

„Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“

Es geht  nicht um das Spiel, sondern um Erwartungen, die man an die Frauen und die Weiblichkeit stellt. Mit meinen Worten:

„Im Kampf um den von Frauen gespielten Ball erleiden die Männer  Schaden. Erfolgt die Zurschaustellung des weiblichen Körpers mit Schicklichkeit und Anmut, ist das Balsam für Körper und Seele der geplagten Männer.“ Entspricht es nicht ihren Vorstellungen, ist es schädlich. Warum muss Frauenfußball Männererwartungen erfüllen?

Siehe Sepp Blatter, der 2004 den Vorschlag machte, die Trikots der Frauen etwas femininer zu gestalten, um so Sponsoren aus der Kosmetikindustie und der Modebranche  anzulocken.

30. Juli 1966 Deutschland verliert 4:2 das Endspiel der Fußball WM gegen England. Berühmt geworden ist dieses Finale durch das sogenannte „Wembley“-Tor, bei dem der Ball des 3:2 nicht eindeutig im Tor war, aber doch als solches gewertet wurde.

Da geht es ja echt um Fußball. In den 1990er Jahren haben Ingenieure der Universität Oxford eine Studie erarbeitet, bei der nachgewiesen wurde, dass der Ball nicht im Tor war. Außerdem wurden 2006 Ergebnisse der Untersuchung des 35mm Films, der das Tor seinerzeit aufnahm, veröffentlicht, aus denen ebenfalls hervorgeht, dass der Ball die Torlinie nicht überschritten hat. Dieses Trauma, das bis heute nicht hundertprozentig verarbeitet ist, beweist, im Spiel um den Ball erleiden auch die Männer unweigerlich Schaden. In dem Fall an der Seele. Oder auch z.B. Neymar, bei der WM 2014 in Brasilien, an Körper. Mit Anstand geht es bei weitem auch nicht immer zu.

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