Tageblog 13. September 2016

13. September  Brich-einen-Aberglauben-Tag
13. September  in den USA Tag der Erdnuss

Flugangst

Es ist wieder soweit. Der Brich-den-Aberglauben-Tag ist da. Wie schon in den vergangenen Jahren, bin ich wieder bereit, mich von einem Aberglauben zu verabschieden.
Als erstes war natürlich der Aberglaube dran, dass schwarze Katzen, die den Weg kreuzen, Unglück bringen. Das konnte ich mit meinen fünf schwarzen Katzen natürlich nicht vereinbaren. Ich habe es auch beobachtet, nicht die schwarzen, sondern die getigerten sind die Bösewichte. Wenn mir da eine über den Weg läuft, geht immer was schief.
Letztes Jahr am 13. September bin ich den ganzen Tag mit aufgespanntem Schirm durch das Haus gewandert. Soll ja Unglück bringen, ist aber nur das ein oder andere zu Bruch gegangen.
Einmal habe ich mich in einem Hotel einquartiert, das ein Zimmer mit der Nummer 13 hatte. Das findet man gar nicht so häufig. Eigentlich war alles super, wenn nicht dauernd jemand geklopft hätte und gefragt hätte, ob ich keine Angst habe, da es Unglück bringt, in einem Zimmer mit der Nummer 13 zu wohnen.
Ich habe auch schon mal für den 13. September eine Firma bestellt, die meine Hausfassade gereinigt hat. Die wollten erst mit einer Scheren-Hebebühne anrücken, da habe ich aber noch mal old fashioned auf Leiter umgestellt. Und bin dann den ganzen Tag drunter durch und hin und her gelaufen. Die Arbeiter fanden es ein wenig nervig, ich habe mich über den Abbau meines Aberglaubens gefreut.
Ein wenig grübele ich über den Aberglauben nach, dass jemand der das Essen versalzt, verliebt ist. Und wenn beim eindecken eines Tisches der Salzstreuer vergessen wird, bedeutet das, dass diese Person ihre Unschuld verloren hat. Gestern hat meine 13 Jahre alte Tochter gekocht und total die Nudeln versalzen. Ihre Zwillingsschwester hat den Tisch gedeckt- und den Salzszreuer vergessen!- ich dachte weil das Essen eh salzig genug ist…
Und dann gibt es ja noch das Schreckensgespenst des „Beim Zuprosten nicht in die Augen geschaut-sieben Jahre schlechter Sex“. Ich habe das so gelöst, dass ich einfach nicht mehr anstosse. Sex habe ich aber auch nicht.
Für dieses Jahr habe ich eine kleine Flugreise geplant. Dafür mache ich mir ein Butterbrot. Normalerweise esse ich die eine Hälfte vor der Reise, behalte den Rest und esse ihn erst wenn ich sicher gelandet bin. Ich habe das Butterbrot schon ganz verputzt, bevor ich in den Flieger steige. Mir ist ganz schön mulmig. Oder auch ein bißchen schlecht? Ob die Wurst verdorben war? Wenn ich mich übergeben muss, und ich die Kotztüte bis zur Landung aufbewahre, ob das ähnlich wirkt? Ich sitze am Fenster, alles schein normal. Mein Brot liegt mir im Magen wie ein Wackerstein. Ich bestelle mir erst mal ein Bier. Das bringe ich dann auf der Flugzeugtoilette dem Gott der Fliegerei dar. Ich hoffe er wird mein Opfer annehmen. Für die Rückreise habe ich zum Glück ein Bahnticket.

Es freut mich besonders, anlässlich des Tages der Erdnuss, ein Gedicht meiner Freundin Antje Krüll auf meiner Seite veröffentlichen zu dürfen.

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Ein Gedanke zu “Tageblog 13. September 2016

  1. Ulla, Du bist wirklich unglaublich und einfach – wundervoll! Nicht weil ich heute die große Ehre hatte von Dir veröffentlicht zu werden. Ich verneige mich vor Deiner Fantasie, Deinem Esprit und Deiner unbedingten Beharrlichkeit. In Deinen Geschichten bist Du schon so gewachsen dass Dich niemand mehr aufhalten kann. Das ist einfach gut und ein großes Vorbild für mich. Arohanui und danke dafür, *** Antje

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