Tageblog 21. Oktober 2016

21. Oktober  Heilige Ursula

Wat wellste maache?

Ursula war wie versteinert. Der Hunnenkönig begehrte sie, aber sie weigerte sich, sich ihm hinzugeben. Sie war Aetherius versprochen. Er war mit seiner Mutter, seiner Schwester und Bischof Marculus in Rom zu ihr und ihren jungfräulichen Begleiterinnen gestossen. Von dort aus hatten sie sich gemeinsam auf den Rückweg nach Britannien gemacht. In Köln wurden sie von den Hunnen überfallen. Ursula war angst und bange. Sollte herauskommen, dass sie gar keine Jungfrau mehr war, würde ihr Vater sie verstossen. Sie musste unter allen Umständen verhindern, dass ein Mann ihr zu nahe trat. Außer Aetherius, ihr Geliebter. Aber der Anführer der Hunnen drohte alle zu töten, sollte sie ihm nicht zu Willen sein.  Alle ihre Begleiterinnen, Aetherius, seine Mutter und seine Schwester. Ursula bat um eine Frist, die der Hunne ihr gewährte.
Zum Glück war sie in Köln gestrandet. Da war man nie um eine Antwort verlegen. Es gab das Kölsche Grundgesetz, das Ursula schon kannte und das sie dem Hunnenkönig abverlangte. Der Hunnenkönig, der nicht als grober Prolet dastehen wollte und die englische Prinzessin beeindrucken wollte, gab nach und ließ sich das Kölsche Grundgesetz vorlesen ( er selbst konnte nämlich nicht lesen). Getreu Ursulas Lebensmotto § 3

Et hätt noch immer jot jejange

einigte sie sich mit dem Hunnen auf § 10

Drinkste eine met?

Was der Hunnenkönig nicht wusste, als er  sich lachend darauf einließ, war, dass Ursula aus einer Alkoholikerfamilie stammte und des Saufens mächtig war. So hatte sie auch ihre Jungfräulichkeit verloren, weil sie Aetherius so betrunken gemacht hatte, dass er vergessen hatte, dass er sie erst beschlafen durfte, wenn sie verheiratet waren. Sie wollte es aber unbedingt vorher schon und drängte ihn zum Liebesakt. Seit dem verübten sie regelmäßig den Beischlaf, was von allen, die es mitbekamen toleriert wurde. Es durfte nur nicht an die große Glocke gehängt werden. Und in Köln hingen große Glocken, deswegen musste man vorsichtig sein. Also began Ursula mit dem Hunnenkönig ein Wetttrinken. Er machte sich lustig über die kleinen Gläser in Köln und bestellte immer direkt drei von den Stangen. Ursula lies ihn gewähren, sie wußte, dass das Kölsch es in sich hatte. Bevor der Hunne sturzbetrunken einzuschlafen drohte, nötigte sie ihn noch seinem Heer zu befehlen, sich hinter die Kölner Stadtbefestigung zurückzuziehen.  Sie begleitete ihn noch bis vor das Stadttor mit einem Fass des besten Kölner Bieres und überlies ihn seinem Schicksal. Ursula eilte sofort an das Rheinufer und brach mit ihrer Mannschaft nach Britannien auf. Zuhause angekommen lies ihr Vater eine riesige Hochzeitsfeier steigen und Ursula ihn in dem Glauben, sie sei als Jungfrau in die Ehe gegangen.

Das kölsche Grundgesetz
Et kölsche Jrundjesetz

§1

Et es wie et es Et es wie et es

Es ist, wie es ist: Sieh den Tatsachen ins Auge  Es ist, wie es ist Sieh den Tatsachen ins Auge

§2

Et kütt, wie et kütt Et kütt, wie et kütt

Es kommt, wie es kommt: Habe keine Angst vor der Zukunft Es kommt, wie es kommt Habe keine Angst vor der Zukunft

§3

Et hätt noch immer jot jejange Et hätt noch immer jot jejange

Es ist noch immer gut gegangen: Lerne aus der Vergangenheit Es ist noch immer gut gegangen Lerne aus der Vergangenheit

§4

Wat fott es, es fott Wat fott es, es fott

Was weg ist, ist weg: Jammere den Dingen nicht nach Was weg ist, ist weg Jammere den Dingen nicht nach

§5

Et bliev nix wie et wor Et bliev nix wie et wor

Nichts bleibt, wie es war: Sei offen für Neuerungen Nichts bleibt, wie es war Sei offen für Neuerungen

§6

Kenne mer nit, bruche mer net, fott domet Kenne mer nit, bruche mer net, fott domet

Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit: Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen

§7

Wat wellste maache? Wat wellste maache?

Was willst Du machen?: Füge Dich Deinem Schicksal Was willst Du machen? Füge Dich Deinem Schicksal

§8

Mach et jot ävver nit ze off Mach et jot ävver nit ze off

Mach's gut aber nicht zu oft: Achte auf Deine Gesundheit Mach’s gut aber nicht zu oft Achte auf Deine Gesundheit

§9

Wat soll dä Quatsch? Wat soll dä Quatsch?

Was soll der Quatsch?: Stelle immer die Universalfrage Was soll der Quatsch? Stelle immer die Universalfrage

§10

Drinkste eine met? Drinkste eine met?

Trinkst Du einen mit?: Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach Trinkst Du einen mit? Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach

§11

Do laachste Dich kapott Do laachste Dich kapott

Da lachst Du Dich kaputt: Bewahre Dir eine gesunde Einstellung zum Humor Da lachst Du Dich kaputt Bewahre Dir eine gesunde Einstellung zum Humor

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