Tageblog 30. Oktober 2016

30. Oktober 2016  Herbsttag

 

Von so einem Tag hat der Goldene Oktober seinen Namen. Die Sonne scheint und wärmt so stark, dass man die Winterjacke getrost ausziehen kann. Blätter überall. An den Bäumen hängen sie noch, auf dem Weg liegen sie schon, dazwischen tanzen sie durch die Luft und füllen den Raum mit unglaublichem Spektakel und Farbenspiel. Die Kastanien sind alle schon aufgesammelt und verschrumpeln in den Jackentaschen und auf den Tischen. Bucheckern und Eicheln liegen zertrampelt auf den Waldwegen. Die Hagebutten leuchten in einem intensiven Rot an ihren kahlen  Ästchen.
Wie jedes Jaht kratze ich mir die Hände blutig, indem ich versuche 17 Schlehen zu pflücken Das erinnert mich daran, dass mein Onkel mir ezählt hat, als ich noch keine 17 Jahre alt war,  dass der, der es schafft 17 Schlehen zu verzehren, auf ewig 17 Jahre alt bleibt. Das Ernten der kleinen Früchte geht mehr schlecht als recht. Das Aufessen ist mir noch nie gelungen, jetzt macht es auch keinen Sinn mehr. Ich nehme die Schlehen mit nach Hause, trockne sie und mache eine Kette daraus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.