Tageblog 29. Dezember 2016

29. Dezember 1170 – In der Kathedrale von Canterbury ermorden vier Ritter Erzbischof Thomas Becket, der mit König Heinrich II. um die Gerichtsbarkeit über den Klerus stritt. Als Auftraggeber der Bluttat sehen Historiker den Monarchen.

Canterbury  –  Kylltal Sankt Thomas   ein Katzensprung

Heinrich war stinksauer über das Benehmen von Thomas. Er fluchte vor sich hin wie ein Kesselflicker. Den Tod wünschte er seinem ehemals größten Vertrauten. Ein Herz und ein Verstand wurden die beiden früher genannt. Die Zeiten waren vorbei. Heinrichs jetzigen engsten Vertrauten war Heinrichs Wunsch Befehl. Sie suchten Thomas in seiner Kathedrale in Canterbury auf. Nachdem er sich geweigerte hatte das Gotteshaus zu verlassen, stellten  sie ihn an diesem heiligen Ort und schlugen ihm die Schädeldecke ab. Als Strafe dafür wurden sie vom Papst exkommuniziert. Mathilde, die Tochter Heinrichs, die von Thomas einst getauft worden war, setzte sich beim Papst dafür ein, dass Thomas schon 1173 heilig gesprochen wurde. Ihren Vater überredete sie zu einem Bußgang nach Canterbury, bei dem er den Heiligen als seinen Schutzpatron pries und somit der Verehrung Thomas gewaltig Vorschub leistete.

Schon kurz nach der Heiligsprechung lies der Ritter Ludwig von Deudesfeld im Kylltal eine Kapelle erichten, in der er eine Reliquie des Hl. Thomas von Canterbury aufbewahrte, die er von einer Reise zu dem  Wallfahrtort Canterbury mitgebracht hatte. Er musste nämlich ebenfalls Buße tun. Auf seinen vielen Wegen die er im Laufe seines Ritterlebens zurücklegte, kam er an vielen unschuldigen und wehrlosen Frauen vorbei, die er unsittlich belästigte. Eines Tages erschien ihm eine Gestalt, die ihm den frühen Tod voraussagte, sollter er nicht ablassen von seinem schändlichen Verhalten und Buße tun. Gesagt getan. Der Ludwig lies sich nicht lumpen und baute neben die Kapelle mit der heiligen Reliquie direkt noch einen adeligen Damenstift, das erste Zisterzienserinnenkloster auf deutschem Boden. Auf Grund der Märtyrerreliquie geriet Sankt Thomas selbst zu einem Wallfahrtsort und das Kloster erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Durch Brände, Kriege und die Säkularisation befindet sich heute an der Stelle kein Nonnenkonvent mehr. Das Bistum Trier hat den Gebäudekomplex erworben und es befindet sich ein Erxerzitienhaus darin. Wer es nicht nach England schafft, kann im Geiste des Thomas von Canterbuy in der Eifel Ruhe und Einkehr finden.

http://www.sanktthomas.de

 

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