Tageblog 30. Dezember 2016

30. Dezember 1916 – Rasputin, russischer Geistheiler, einflussreicher Berater am Hofe Zar Nikolaus II. und seiner Frau Alexandra Fjodorowna, wurde ermordet, geb. 1869

 

Rasputin

Hast du schon gehört? Es soll ein Mann in der Stadt sein der alle Wünsche der Frauen befriedigen kann. Die körperlichen meine ich natürlich. Geld hat er keins. Er ist arm wie eine Kirchenmaus. Aber schön anzuschauen. Groß, schlank, mit einem zackigen Haarschnitt und einem schön gestutzen Bart. Er nimmt für seine Dienste auch kein Geld, lediglich eine warme Mahlzeit verlangt er.
Zum Glück haben wir ’ne Frittenbude. Wo kann man den Kerl denn treffen?
Treffen? Das geht alles über Facebook. Soll ich eine Verabredung machen? Sein Name bei Facebook ist „Rasputin“.
Rasputin? Wie kommt er denn zu dem Namen? Künstlername? Welche Mutter tur das ihrem Kind an?
Ich find’s cool. Klingt so erotisch.
Meinst du exotisch?
Ja, sowas. Irgendwie ausländisch, aufregend, geheimnisvoll. Ich loge mich jetzt bei Facebook ein. Hhm, geht gar nicht. Die Seite ist irgendwie gesperrt.
Wahrscheinlich wegen Überlastung. Es gibt ja genug Frauen für die so ein Angebot verlockend ist. Versuch’s später noch mal. Jetzt gehen wir erst mal arbeiten.

Immer noch keine Verbindung.
Woher weißt du überhaupt, dass Rasputin in Köln ist? Seinen Facebook Account kann er doch überall einsehen.
Stimmt. Aber ich habe das im Express gelesen. Die wissen sowas. Naja, wenn das heute nix wird, dann gucke ich auf RTL die Neuverfilmumg von Winnetou. Die beiden Hauptdarsteller sind ein echter Augenschmaus. Vor allem Winnetou soll immer halb nackt rumlaufen.

Ey, Sandra. Schon Express gelesen?
Nö, wieso? Gibt es etwas was ich wissen muss?
Naja, da steht, dass Rasputin tot ist. Hier, hör mal, ich les‘ vor:

                  Rasputin tot
Der Mann, der allen Frauen seine Dienste gegen ein leckeres
Essen angeboten hatte, ist tot. Er wurde in der Nacht in der
Nähe des Blücher Parks tot aufgefunden. An der Leiche sind
keine Spuren von äußerer Gewalt erkennbar. Die Polizei geht
davon aus, das der Mann vergiftet wurde. Der Ehemann seiner
letzten Kundin besitzt in Ehrenfeld ein Restaurant. Vielleicht
hat er dort seine Henkersmahlzeit eingenommen. Die Ermitt-
lungen dauern an.

Ui. Das ist hart. Aber wieso geht er auch in den Laden des Gehörnten essen? Wenn das ein Typ mit mir machen würde, mir seine Flamme zum Essen in die Frittenbude schicken, dann hätte ich da auch ein Spezialgericht. Weißt du noch der Ralf? Der hatte doch ein Krösken mit der Sabrina. Die hat auch eine Woche im Bett gelegen wegen Unwohlsein.
Ja, ja ich erinnere mich. Ach so, und ich dachte das war der Norovirus.
Ja, das dachten alle. Zum Glück. Und jetzt an die Arbeit.

 

 

 

 

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