Tageblog 23. Januar 2017

23. Januar 1960 – Der Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard taucht mit seinem U-Boot 10 916 Meter tief auf den Grund des Marianengrabens im Pazifischen Ozean.

Tiefseeballon

eine Kugel
ein Druckbehälter
ein Schweizer
ein Amerikaner
10916 Meter Tiefe
über 1000 bar
die Benzintanks lassen Meerwasser nachfließen
die Trieste sinkt
bei 731 m totale Finsternis
um 11:44 Uhr 8860 m tief – die Höhe des Mount Everest
12:06 ein Knall – das Glas des Lukendecks zeigt Risse
13:06 am Boden angekommen
ein Plattfisch sagt hallo
nach 20 Minuten den Aufstieg eingeleitet
Eisenschrott Ballast abwerfen
das Benzin verdrängt das Meerwasser
die Trieste steigt
nach insgesamt 9 Stunden
geht die Pionierleistung zu Ende

Der Eisenschrott Ballast, der zu Boden gesunken ist, damit der Ballon wieder an Fahrt aufnehmen konnte, war mit den Flaggen der USA und der Schweiz bemalt. Im Verhältnis 9:1. Sollte tatsächlich noch einmal jemand an gleicher Stelle seinen Fußabdruck hinterlassen, würde er sehen, dass ihm die beiden zuvorgekommen sind.
James Cameron hat 2012 das Experiment wiederholt. Er ist aber an einer anderen Stelle zum Meeresboden gesunken, sodass er den Müll seiner Vorgänger nicht beseitigen konnte. Er hat aber einen Anker aus geflochten Plastiktüten hinterlassen. Der hat eine noch längere „Halbwertzeit“ als Eisenschrott.

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