Tageblog 28. April 2017

28. April 1994 – Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass der Erwerb und Besitz von Haschisch in geringen Mengen zum ausschließlichen Eigenverbrauch grundsätzlich straffrei sein soll.

 

Free me und you

„Was ist denn mit Oma los?“ Nick setzt sich an die Kaffeetafel. Neben frischem Erdbeerkuchen, Schwarzwälderkirschtorte und Käsesahne gibt es noch Muffins und Marmorkuchen. Er nimmt sich reichlich Kuchen auf seinen Teller und krönt das ganze noch mit einer extra Portion Schlagsahne. „Sie sitzt draußen auf der Bank und ist so blass um die Nase. Sie kicherte und meinte aber, ich könnte ruhig reingehen, sie käme gleich nach und …“
„Nick“ seine Mutter unterbricht ihn „hast du das Glas mit deinem Haschisch in der Küche stehen lassen? Oma hat heute mittag gekocht und in das Kartoffelpüree Muskatnuss gerieben. Sagt sie, dabei habe ich nur Muskatpulver. Vielleicht hat sie was von deinem Piece runtergerieben. Nur sie und die Zugehfrau haben etwas davon gegessen. Frau Müller ist vor zwei Stunden schon nach Hause gegangen, Oma redet seit einer Stunde ungefähr wirres Zeug. Außerdem ist sie furchtbar albern, sie hat versucht die Dekokirschen von der Torte abzumachen und damit den Kanarienvogel zu füttern. Ich glaube das wird nichts heute Abend mit dem Besuch in…“ Während seine Mutter weiter redet, ist Nick aufgestanden und raus zu seiner Oma gelaufen. „Gut, dass du kommst Junge, mir ist so warm.“ Hier, nimm‘ doch bitte die Jacke“ und während sie ihre Strickjacke und das Halstuch Nick in die Hand drückt, zieht sie sich noch den Pullover über den Kopf. „Hallo Herr Bernstein“ ruft die Oma auf die Straße und winkt. „Komm‘ Oma, lass‘ uns rein gehen. Wir feiern doch den Geburtstag von Mama, was willst du denn hier draußen.“ „Ja du hast recht, eigentlich könnte ich mich auch kurz mal hinlegen.“ Nick hakt sich bei seiner Oma ein, nimmt an der Bank noch die Schuhe und Strümpfe mit, die sie dort schon ausgezogen hat und geht mit ihr zurück in’s Haus. Als die Oma auf dem Sofa liegt, geht Nick in die Küche und sucht sein Glas mit dem Haschisch. Tatsächlich, das steht es zwischen dem schwarzen Pfeffer und den getrockneten Pilzen. Er nimmt es weg und geht zu seinem Bruder Jan in’s Zimmer. „Danke Jan, hat super funktioniert. Oma ist voll gut drauf und Mama will den Opernbesuch heute Abend abblasen.“ Er gibt seinem Bruder 20€. „Jetzt kann ich auf jeden Fall heute Abend das Fußballspiel gucken. Wetten, dass Juventus gewinnt? Um 20€?“

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