Tageblog 10. Mai 2017

10. Mai 2012 – Die Mystikerin und Äbtissin Hildegard von Bingen (um 1098 bis 1179) wird auf Anordnung von Papst Benedikt XVI. in den Heiligenkalender der katholischen Kirche aufgenommen.

Na endlich. Die vierte Frau im Heiligenkalender der katholischen Kirche. Tun sich ja schon immer ein bißchen schwer, was die Förderung von Frauen anbelangt.
Ich habe ja den Verdacht, da hat der Papst seiner Schwester noch nachträglich seine Gunst erwiesen. Die Maria war ja eine rechte Naschkatze. Die mochte vor allen Dingen Kuchen und Gebäck, aber gesund sollte es auch sein. Als Haushäterin ihres Bruders Joseph hat sie so manche Leckerei auf den Tisch gebracht. Besonders gerne kochte und backte sie nach Rezepten der Hildegard von Bingen. Die wusste schon damals was gut ist für Körper und Geist. Von ihr ist das Rezept für die Nervenkekse überliefert. Der Joseph ist ja so ein sensibler Mann, und als die Kekse nicht mehr geholfen haben, da hat er halt abgedankt. Da könnte sich so mancher an der Spitze stehende Mann mal eine Scheibe von abschneiden. Von den Keksen natürlich auch, darum hier das Rezept:

Zutaten für Nervengebäck von Hildegard von Bingen

1,5 kg Mehl / 45 g Zimt / 45 g Muskatnuss / 10 g gemahlene Nelken / 200 gemahlene Mandeln / 375 g Butter / 300 g Honig / 1/2 TL Salz / 4 Eier

Alles miteinander vermengen und entweder ausrollen und ausstechen oder wie Makronen auf’s Blech setzen. In dieser Form sind die Kekse tatsächlich eher Arzneimittel denn Naschwerk. Darum nicht mehr als fünf Stück am Tag verputzen, Kinder eher nur zwei bis drei.

Das sagt Hildegard selbst zu ihren Keksen:

„Iss sie oft, und alle Bitternis deines Herzens und deiner Gedanken weiten sich, dein Denken wird froh, deine Sinne werden rein, alle schadhaften Säfte in dir minderer, es gibt guten Saft in deinem Blut und macht dich stark.“