Tageblog 28. Februar 2017

28. Februar 2012 – Kinder sollen sich künftig direkt bei den Vereinten Nationen (UN) beschweren können, wenn ihre grundlegenden Menschenrechte verletzt werden. Ein entsprechendes Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention wird in Genf von Deutschland und 17 anderen Staaten unterzeichnet.

„Tobias, hör‘ mal:  Jedes Kind hat das Recht auf einen bestimmten Lebensstandard. Sind Eltern dazu aus eigener Kraft nicht in der Lage, muss der Staat den Eltern Unterstützung bieten. Weißt du was das heißt? Ein bestimmter Lebensstandard?“ Tim schaut seinen Freund fragend an. Tobias überlegt „Standard ist das was alle haben. Also Standard ist ein Fernseher, ein Klo, ein Auto und eine Kaffeemaschine. Vielleicht auch ein Grill und ein Sofa.“ „Meinst du auch eine Playstation? Alle die ich kenne, haben eine. Ich werde meinen Eltern sagen, dass der Staat sie unterstützt beim Standard. Die wissen das bestimmt nicht.“ „Ja, gute Idee Tim. Ich sage das meinen Eltern auch mal wegen der Nike Free. Hat schließlich auch jeder.“

Das sind die wichtigsten Kinderrechte:

1. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden. Kinder haben das Recht, so gesund wie möglich zu leben.

2. Kinder haben ein Recht auf Schutz und Fürsorge durch ihre Eltern. Wenn Eltern ihre Kinder vernachlässigen oder misshandeln, muss der Staat dafür sorgen, dass die Kinder einen neuen Lebensplatz bekommen.

3. Jedes Kind hat ein Recht auf eine Identität und auf Familie. Dazu gehört das Recht auf einen Namen, eine Geburtsurkunde und Nationalität.

4. Kinder dürfen nicht willkürlich von ihrer Familie getrennt werden.

5. Kinder haben nicht nur ein Recht auf Bildung, sondern auch die Pflicht zum Schulbesuch.

6. Kinder haben das Recht auf Erholung und Spiel. Es muss also auch genügend Platz und Raum dafür zur Verfügung stehen.

7. Kinder haben das Recht, sich zu informieren, eine eigene Meinung zu haben und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. Das gilt im alltäglichen Leben wie auch beispielsweise im Fall einer Scheidung. Hier müssen die Kinder angehört werden, bei wem sie zukünftig leben wollen.

8. Jedes Kind hat das Recht auf einen bestimmten Lebensstandard. Sind Eltern dazu nicht aus eigener Kraft in der Lage, muss der Staat den Eltern Unterstützung bieten.

9. Kinder dürfen nicht arbeiten oder ausgebeutet werden.

10. Kinder müssen vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt geschützt werden. Erst 2000 wurde in Deutschland das „Recht auf eine gewaltfreie Erziehung“ festgeschrieben. Bis dahin waren Schläge als „Erziehungsmaßnahme“ nicht verboten.

11. Behinderte Kinder haben ein besonderes Recht auf Fürsorge und auf ein aktives und möglichst selbstständiges Leben.

12. Kinder brauchen besonderen Schutz im Krieg und auf der Flucht.

weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen

Tageblog 27. Februar 2017

27. Februar Welttag der Eisbären

 

Tobi liest auf der Verpackung E i s b är – E i s. „Oma, was ist denn eigentlich ein Eisbär? Ist das ein Bär? Wo lebt der denn? Ist der aus Eis?“ „Ach, der Eisbär, Tobi, den gibt es nicht mehr. Als ich jung war, gab es noch ca. 25.000 Exemplare. Das war ein Bär, der am Nordpol lebte. Da gab es nur Eis und Schnee und es war sehr kalt. Deswegen hieß er Eisbär. Er war groß und hatte ein weißes Fell. Das Klima auf der Erde hat sich aber massiv verändert, sodass es am Nordpol so warm geworden ist, das das Eis geschmolzen ist. Das Packeis war aber sein Jagdrevier. So verschwand für ihn seine Möglichkeit sich seine Nahrung in ausreichendem Maße zu beschaffen. Die 10 Zentimeter dicke Fettschicht, die er sich anfuttern musste um nicht zu frieren, kam nicht mehr zustande. So sind viele Eisbären erfroren. Außerdem hat sich auch Gift in ihrem Körper abgelagert, mit dem ihre Beute verseucht war. Sie dienten auch den Inuit als Existenzgrundlage, sodass sie von ihnen gejagt werden durften. Aber das war wohl das kleinste Problem.“ Tobi schleckt an seinem Eis. Bei Oma war es auch zu warm und das Eis schmolz. Es tropfte auf seine Finger. Oma hatte zum Glück immer genügend Nahrungsmittel zur Verfügung, wie er an ihrem Körperumfang beruhigt ablesen konnte. Erfrieren würde sie nicht.

Tageblog 26. Februar 2017

in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1917 wurde die RMS Laconia, ein Passagierdampfer, von dem deutschen U-Boot U50 versenkt
die Nachfolgerin Laconia II, ein zu Kriegszwecken umgenutzter Luxusdampfer, wurde am 12. September 1942 von dem deutschen U-Boot U156 versenkt

Laconiainteriors.jpeg

Laconia 1912

Cunard_Line_-_RMS_Laconia.jpeg

Laconia 1921

Liebe Rosa,                                                                                                             10. September 1942

echt schick hier an Bord. Zum Glück haben die nicht die ganze Ausstattung rausgerissen. Die Betten sind spitze, für mein Empfinden etwas viel TamTam, aber abends im Speisesaal zu essen und anschließend im Smoking Room noch eine rauchen. Das gefällt mir. Da wird man doch daran erinnert, dass man ein Mensch ist. Auch im Krieg. Schade, dass die Spieltische entfernt wurden. Aber wenn der Krieg vorbei ist, machen wir mal eine Reise mit so einem Luxusdampfer. Was hältst du davon? Vielleicht unsere Hochzeitsreise? Die müssen wir ja noch nachholen. Wie geht es denn zu Hause ohne mich? Wie ist das Wetter? Wir haben vor ca. 10 Tagen in Kapstadt abgelegt und befinden uns jetzt mitten im Südatlantik zwischen Südamerika und Afrika. Es ist sehr warm. Die Nächte verbringe ich am liebsten an Deck. Da kann ich am besten atmen. Wir haben viele italienische Kriegsgefangene an Bord, die Freiwilligen aus Polen bewachen sie. Ich bin froh, dass ich damit nichts zu tun habe. Es gibt aber auch Passagiere. Viele Frauen und KInder. Die tun mit leid. Wenn ich Zeit habe, dann spiele ich mit den Kindern. Sie wirken so unbekümmert, für sie ist das ein riesiges Abenteuer. Ihre Mütter dagegen sind besorgt. Wegen des Krieges aber auch wegen des Aufenthaltes an Bord. Es gibt einfach ekelhafte Männer. Sobald sie einen Rock sehen, müssen sie ihn hochschieben. Ich bin froh, dich in Sicherheit zu wissen.
Schreib‘ mir, wenn du kannst. Ich weiß nicht, wann ich die Post bekomme, aber ich lechze nach einem Lebenszeichen von dir.

Dein dich liebender Ehemann
George

Tageblog 25. Februar 2016

25. Februar 2016 – dpa meldet: Im Bremer Tierheim können Kinder künftig Katzen vorlesen. So sollen lernschwache Schüler gefördert und gestresste Katzen beruhigt werden, wie der Tierschutzverein mitteilte. Die Idee für die außergewöhnliche Lesestunde stammt aus den USA.

 

 

Ehrenamt

Ich will auch Katzen aus dem Tierheim vorlesen. Ich gehe an mein Bücherregal und schaue welche Bücher geegnet sein könnten. Wenn der Job auf Dauer angelegt ist, nehme ich am besten mehrteilige Geschichten wie z.B. Harry Potter oder die Tintenherz-Trilogie. Greg’s Tagebuch wäre auch eine Möglichkeit. Vielleicht möchten die Katzen auch Katzen Geschichten hören. Ja, Petersson und Findus fällt mir da ein.
Da ich mich nicht als lernschwache Schülerin ausgeben kann, frage ich im Altersheim nach. Vielleicht wollen die auch mal neue deutsche Literatur hören. Oder Lyrik. Oder erotische Literatur. Ich habe gelesen, dass ältere Menschen wie Kinder sind. Die kriegen doch auch gerne vorgelesen. Da könnte ich auch mal Shades of Grey zum Besten geben.
Am Mittwoch habe ich meine erste Vorlesestunde.

Tageblog 24. Februar 2017

24. Februar  Tag der Barkeeper

 

Barkeeper Jobs Köln: 7 Stellenangebote online

Tageblog 22. Februar 2017

24. Februar 1857        Geburtstag von Robert Baden Powell, dem Begründer der Pfadfinderbewegung

early bird

Ich kroch aus dem Zelt. Es herrschte schon reges Treiben. Ich blickte auf meine Armbanduhr: 8:23 Uhr. Mir fehlte die Orientierung, aber als ich die Schlange vor der Plastikschüssel sah, an der sich gewaschen und die Zähne geputzt wurden, stellte ich mich an. Meinen Blick starr nach vorne gerichtet, blickte in in Wahrheit nach innen. So konnte ich die anderen beobachten. Sie standen meist in zweier Grüppchen und unterhielten sich. Einige schienen zu frieren, die Härchen auf der Haut standen stramm. Einige zeigten noch Wunden ihres Schlafes, verknitterte Haut und rote Flecken. Die Pickel traten in dem grellen Morgenlicht in freier Natur deutlich hervor. Die Haare verstruwelt.
Die Schlange bewegte sich langsam. Bei jedem fünften Benutzer wurde das Wasser erneuert. Ich zählte durch. Puh, Glück gehabt. Wenn ich an der Reihe wäre, müsste frisches Wasser in der Schüssel sein.
Der Junge vor mir geht ohne sich zu säubern nach links ab. Jetzt stehe ich vor der Schüssel. Ich höre die Stimme Die Reihenfolge ist dir überlassen. Du kannst erst die Zähne putzen und dann das Gesicht waschen oder umgekehrt. Aber du musst das Wasser mit dem du den Mund ausspülst wieder zurückspucken, sonst geht zu viel verloren. Darum nimm besser nicht so viel Zahnpasta. Ich beugte meinen Kopf über die Wasseroberfläche. Weiße Schaumkringel mit kleinen Erhebungen, die an Spucke erinnerten, schwammen darauf. Ich tauchte mit gefalteten Händen in der Mitte ein und schob den weißen Vorhang beiseite. Die Unterkante meiner Hände führte ich vom Rand durch das Wasser wieder zur Mitte und hob mit dem so gebildeten Handteller etwas von der Brühe heraus und benetzte mein Gesicht. Das Handtuch hatte ich im Zelt vergessen. Ich wischte mit dem Armrücken über mein Gesicht. Ich spürte die Gänsehaut und die Übelkeit. Als ich die Zahnpasta im Mund schmeckte wurde mir klar, dass nach mir das Wasser weggeschüttet und frisches eingefüllt würde. Ich spuckte das Spülwasser ohne schlechtes Gewissen aus.
Auf dem Weg zum Zelt hörte ich das Ausgießen und das Nachfüllen an der Waschstation. Ich blickte auf meine Armbanduhr. Ich stellte den Wecker auf 6:30 Uhr.