Tageblog 11. Dezember 2016

11. Dezember   Welttag der Berge

Sensationelle Nachrichten: Im Nachlass von Michael Ende hat man jetzt noch ein bisher unveröffentliches Kapitel aus seinm Buch Jim Knopf und die Wilde 13 entdeckt. Es heißt:Vom Magnetberg durch den Milchsee über den Butterberg und über den Frikassee zum Weinberg. Da es ein sehr interessanter Text ist, wollen wir ihn hier vorstellen. Warum Michael Ende sich entschlossen hat, das Kapitel doch nicht zu verwenden, ist uns nicht bekannt.

Jim Knopf und die Wilde 13. Das Kapitel Vom Magnetberg durch den Milchsee über den Butterberg und über den Frikassee zum Weinberg.

Jim Knopf und Lukas starren ganz irritiert in das Wasser. Wie sollen sie denn hier Molly finden? Das Wasser ist nämlich gar nicht klar und durchsichtig und man kann auch  nicht bis auf den Grund sehen. Die Flüssigkeit, in der sie dümpeln sieht aus wie Milch! Zum Glück ist es Emma egal in welcher Flüssigkeit sie schwimmt. Ihre Scheinwerfer funktionieren auch im Milchsee. Sie verschließen die Lokomotive luftdicht und gehen in den Tauchmodus. Von Molly leider keine Spur. Da der Sauerstoff knapp wird, schlafen Jim und Lukas ein. Sursulapitschi befiehlt ihren Seepferdchen die Lokomotive an der nächst möglichen Stelle an Land zu ziehen. Wie von selbst gleitet Emma an das Ufer. Sie sind am Butterberg gelandet und der geschmeidige Untergrund erlaubt es den Seepferdchen die Lokomotive so hoch an Land zu ziehen, dass sie nicht wieder zurückrutschen kann. Sursulapitschi öffnet eine Luke und flösst den beiden eine Medizin ein, die sie wieder zum Leben erweckt. Jim staunt nicht schlecht überall Butter. Wenn ich doch nur etwas mitnehmen könnte. Für den leckeren Gugelhupf von Frau Waas. Jim reibt sich den Bauch. Wir haben doch bestimmt Butterdosen eingepackt für unsere Reise. Guck mal bei Emma unten links. Butter sollten wir wirklich mitnehmen. Und bring noch ein paar Brotscheiben mit. Wir machen uns jetzt ein paar Butterbrote für die Weiterfahrt. Denn wir suchen ja immer noch Molly. Oder habt ihr sie hier irgenwo gesehen? fragt Lukas die Seepferdchen und Sursulapitschi. Alle schütteln mit dem Kopf. Aber wie sollen wir hier wegkommen? Die Butter ist so weich, da kommt Emma nicht übern Berg. Sie bleibt wahrscheinlich stecken. Lukas runzelt die Stirn und wer weiß, was auf der anderen Seite vom Berg ist. Jim ist wieder da und schmiert Brote. Außerdem hat er noch zwei Schläuche dabei, mit denen sie Milch aus dem See trinken können. Als sie satt sind, haben sie auch eine Idee wie es weitergehen soll. Sie müssen einen Tunnel durch den Butterberg graben. Und damit sie sich nicht durchfuttern müssen hat Jim eine geniale Idee. Sie bitten die Seepferdchen Schnabeltiere aus Australien zu holen. Sie können sich dann durch den Berg arbeiten und wenn sie fertig sind bringen die Seepferdchen sie wieder zurück. Während Jim und Lukas auf die Rückkehr der Pferdchen warten müssen, verbringen sie die Zeit mit nützlichen Aufgaben. Jim formt am Strand aus Butter laute antike Figuren nach. Die Temperatur ist gleichbleibend genial. Die Butter schmilzt nicht, aber es ist auch nicht so kalt, dass er frieren müsste. Als er keine Lust mehr hat auf ideale Körper, gestaltet er Schachfiguren, um Lukas zu einer Partie herauszufordern. Um die dunklen Felder des Spielfeldes herzustellen, nimmt er etwas Kakao und mischt ihn mit der Butter. Genial. Das bringt ihn noch auf die Idee, Kakao auf dem Milchsee auszuschütten und an der Stelle mit dem Schlauch zu trinken. Trinkschokolade im Überfluss. Lukas nutzt die Zeit und schmiert alle etwas schwergängigen Armaturen und Schrauben mit der Butter ein. Dann flutscht alles nur noch so, dass es eine wahre Freude ist. Gerade als Jim dabei ist, Lukas schachmatt zu setzen, kommen die Seepferdchen zurück. Die Schnabeltiere sind ganz begierig, sich durch den Butterberg zu arbeiten und machten sich auch sofort an die Arbeit.  Das geht so zügig voran, dass Emma mit ihren angeschalteten Scheinwerfern hinter ihnen herzockelt und ihnen gleichzeitig den Weg leuchtet. Der Tunnel ist so schmal, dass Emma stetig mit ihrer Außenhaut an der Butter entlangkratzt. Als sie am anderen Ende aus dem Berg hinauskommen, ist Emma von einer dicken Schicht Butter überzogen und ist das erste Mal in ihrem Leben weiß. Aber was jetzt tun. Auch auf dieser Seite von dem Butterberg war See. Nämlich der Hühnerfrikassee. Aber was für ein Glück. Die ganzen Hühner im Hühnerfrikassee mussten nämlich ihr Federkleid ablegen. Nur so hatten sie Zutritt zum Hühnerfrikassee. Bereitwillig überließen sie Lukas, Jim und Emma ihre Federn. Die wurden über Emma ausgeschüttet und blieben an ihrer Butterhaut kleben.  Mit jeder Feder verlor Emma an Gewicht und als man keinen Milimeter Butter mehr sah, hob sie von Boden ab. Jim setzte das Segel und sie schwebten über den Hühnerfrikassee hinweg Richtung Hamburg. Dort wollten sie zum Müllberg. Denn Molly war ja ein wenig defekt, als sie verschwunden ist. Vielleicht hat sie jemand zum Müllberg gebracht, weil er dachte, sie sei Abfall. Aber Lukas kann Molly natürlich reparieren, sie müssen sie nur finden. Also flogen sie mit der leichten weißen Emma durch die Luft. Immer Richtung Norden. Ihnen begegneten eine Menge echter Vögel. Die staunten nicht schlecht. So einen riesigen weißen Vogel hatten sie noch nicht gesehen. Während ihres Fluges schickte Jim immer Brieftauben aus, um Nachricht einzuholen, ob Molly irgendwo aufgetaucht ist. Und tatsächlich. Eine Taube brachte die Nachricht, Molly sei im Weinberg gesichtet worden. Der Weinberg war nicht weit von ihnen und so machten sie sich daran alles für die Landung vorzubereiten. Es war eine butterweiche Landung. Sie brauchten auch nicht lange zu gehen, da sahen sie Molly im Kreise von Weinlesern sitzen und hörten sie singen. Als sie Jim und Lukas sah, grunzte sie fröhlich und lud die beiden auf einen Schluck Wein ein Gut dass ihr kommt. Obwohl es mächtig Spaß macht die Weintrauben einzusammeln und immer mal wieder ein Gläschen zur Stärkung zu trinken, spüre ich doch meine linken Räder. Lange machen die das nicht mehr mit. Molly seufzt. Lukas tätschelt ihren Bauch Da werde ich direkt mal nachgucken. Jim, pack doch noch ein paar Butterbrote für die Weinleser aus. Während ihr euch stärkt, kümmere ich mich um unsere Patientin Lukas und Jim bekamen jeder ein Glas Wein und so ging der Tag doch noch gut zu Ende.

Und für alle, die auch einmal den Gugelhupf von Frau Waas probieren möchten, ist hier das Rezept. (Ich hoffe ihr müsst nicht auch zum Butterberg reisen, sondern habt ein Päckchen Butter zur Hand).

Rezept für den legendären Gugelhupf
von Frau Waas
Nr. 1: Die Zutaten
Wer diesen köstlichen Gugelhupf backen will, braucht dazu:
250 g Butter, 250 g Zucker, 4 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, einen EL Milch, 250 g Mehl,
einen TL Backpulver, 3 EL gemahlene Haselnüsse, einen EL Kakao und einen TL Zimt.
Wenn Du alles beieinander hast, beginnt
Nr. 2: Die Zubereitung des Kuchens
Zuerst nimmst Du die Eier, schlägst sie auf und trennst das Eigelb vom Eiweiß. Vorsicht,
dazu braucht man Übung! Das Eiweiß gibst Du in eine kleine Schüssel und rührst es so lange mit
dem Rührgerät, bis sich ein dicker, weißer, fester Schaum bildet. Dann stellst Du es zur Seite.
In eine größere Schüssel tust Du die Butter und verrührst sie mit dem Zucker, dem Vanillezucker
und dem Eigelb. Du musst so lange rühren, bis kleine Bläschen entstehen. Das Mehl musst Du gut
mit dem Backpulver vermischen, dann lässt Du es nach und nach mit in die Schüssel rieseln.
Jetzt kannst Du auch die Haselnüsse, den Kakao, den Zimt und die Milch in den Teig geben.
Nun kommt der Eierschnee an die Reihe. Den musst Du vorsichtig unter den Teig heben.
Hast Du alles gut vermischt, dann darfst Du den Teig nicht jetzt schon aufessen, sondern es folgt
Nr. 3: Das Backen des Kuchens
Den Backofen musst Du auf 180° vorheizen, damit Dein Gugelhupf schön durchgebacken wird.
Die Kuchenform reibst Du mit Butter aus und streust ein paar Haselnussstückchen hinein.
Jetzt gibst Du den Teig in die Kuchenform und stellst das Ganze in den Backofen. Dort muss der
Gugelhupf etwa eine Stunde backen, bis er goldgelb ist. Du wirst sehen, wie fein er schmeckt!
Guten Appetit wünscht
Deine Frau Waas

 

 

 

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